Traber sind eine Pferderasse die hauptsächlich für die
Trabrennbahn gezüchtet werden.
Durch den Einfluss des American Standardbreds in der
Traberzucht, haben viele Traber neben den 3 Grundgangarten
Schritt, Trab und Galopp die genetische Veranlagung zum
Tölt und Pass, den wir hauptsächlich mit dem Islandpferd in Verbindung bringen. Grundlegenden Einfluss auf die Zucht deutscher Traber haben die:
- Amerikanischen Traber (American Standardbred).
(der schnellste Traber)
- Französischen Traber (Trotteur Français).
(Anteil an der deutschen Zucht, ca. 10% )
- Russischen Traber (Metis Traber).
Durch die Einkreuzung des Standardbreds bildet er die Grundlage des Orlow-Trabers
-> geringer Einfluss auf die deutsche Zucht
Die Zucht legt ihr Hauptaugenmerk auf die Schnelligkeit der Pferde, Traber können eine Geschwindigkeit von bis zu 50 km/h erreichen, und weniger auf den Körperbau oder die Größe, weshalb es viele unterschiedliche Typen unter den Trabern gibt.
Wichtigstes Kriterium für die Schnelligkeit ist eine sehr gut bemuskelte Hinterhand, häufig überbaut, die meistens im Renntrab breit außen an den Vorderbeinen vorbei greifen muss. Durch ihr ruhiges und ausgeglichenes Interieur -nervlich nicht belastbare Tiere werden nicht für die Zucht zugelassen- haben die Traber sich auch in Reitsportdisziplinen, wie z.B. dem Distanz-, Freizeit- oder Wanderreiten etabliert.
Selbstverständlich können Traber auch galoppieren, jedoch assoziieren viele Traber, die Rennen gehen, den Galopp mit Strafe, da das Galoppieren im Trabrennen nicht erwünscht ist und zum Ausschluss führt.
Traber, die keine Rennen mehr laufen, oder für die Rennbahn nicht geeignet sind, werden häufig als Freizeitpferde verkauft. Durch ihre Ausdauer und die gut ausgeprägte Muskulatur eignen sie sich auch hervorragend als Distanz- oder Wanderreitpferde, sollten jedoch, sofern sie von der Rennbahn kommen, an erfahrene Reiter verkauft werden, da sie die Kommandos und den Bewegungsablauf unter dem Reiter nicht kennen und somit wie ein junges Pferd behandelt werden müssen.
Besondere Merkmale des Trabers sind der raumgreifende Schritt und ein sehr schwungvoller Trab. Die Galoppade der Traber ist häufig kein klarer Dreitakt, sondern eher ein „gelaufener“ Zweitakt. Erst bei höherem Tempo fallen die meisten Traber in einen gesprungenen Galopp im Dreitakt.
Neben den drei Standard Grundgangarten verfügen viele Traber über eine Töltveranlagung. „Naturtölter“ zeigen diese Gangart auch an der Hand oder auf der Weide beim Laufen, andere lassen den Ansatz erst beim Einreiten in den Übergängen zwischen den Grundgangarten erkennen und können meist problemlos von Profis eingetöltet werden.
Nicht zuletzt aufgrund ihrer sehr gut bemuskelten Hinterhand werden Traber auch immer wieder in der Sportpferdezucht ein gekreuzt.
Die Stute „Halla“ von Hans Günter Winkler z.B. zeigt, dass Traberblut auch im Springsport seinen Platz gefunden hat.
Durch eine zusätzlich extrem schnelle Hinterhand kann dies durchaus positiv in die Zucht von Springpferden eingebracht werden.
Und dass auch Traber Spaß am Springsport haben können, beweist das Foto!
